Türkei setzt auf Windenergie: Enercon und Partner planen 2.500 MW Windkraftleistung in der Türkei
Berlin - Deutschland und die Türkei setzten ihre Energiepartnerschaft mit dem Ausbau der Onshore Windenergie fort. Die türkischen Energieunternehmen Iş Enerji und Polat Enerji sowie der Windturbinenhersteller Enercon haben heute (27. November 2024) beim Deutsch-Türkischen Energieforum in Berlin eine Absichtserklärung zur Installation von weiteren 2.500 MW Onshore-Leistung unterzeichnet. Errichtet werden mindestens 350 Windturbinen, teilte Enercon mit. Das Signing fand im Beisein von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und dem türkischen Energieminister Alparslan Bayraktar statt.
In dem Memorandum of Understanding (MoU) vereinbarten die Partner, in den kommenden fünf Jahren zusammen Onshore-Projekte in der Türkei und in naheliegenden Ländern im Gesamtumfang von 2.500 MW Windkraftleistung zu realisieren. Enercon wird im Rahmen dieser Zusammenarbeit die Anlagentechnologie liefern, installieren und für die errichteten Windparks langfristig den Service sicherstellen.
Zum Einsatz kommen soll bei der geplanten Kooperation Enercons neues Topmodell E-175 EP5 mit 175 Meter Rotordurchmesser und 6,0 – 7,0 MW Nennleistung.
Für die Kooperation haben sich drei Unternehmen zusammengeschlossen, die zu den Pionieren der Windindustrie in der Türkei gehören. Polat Enerji ist mit über 740 MW installierte Leistung der größte Windenergie-Betreiber in der Türkei und seit vielen Jahren einer von Enercons internationalen Schlüsselkunden.
Is Enerji zählt ebenfalls zu den größten Erzeugern erneuerbarer Energien in der Türkei, hält einen Anteil von 50 Prozent am Portfolio von Polat Enerji und betreibt nach Enercon-Angaben zwei separate Windparks mit einer installierten Gesamtkapazität von 84 MW und einem Windausbaupotenzial von 40 MW, wodurch sich die Gesamtkapazität auf 833 MW und das Potenzial auf 873 MW erhöht.
Mit rund 13 GW (13.000 MW) Gesamtleistung ist die Türkei der sechstgrößte Wind Onshore-Windmarkt in Europa. Allein Enercon hat davon in den vergangenen 27 Jahren über 3 GW (3.000 MW) installiert.
© IWR, 2026
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