SMA weitet Restrukturierung aus: SMA Solar mit drastischer Gewinnwarnung – Aktie bricht um 18 Prozent ein
Niestetal - Die SMA Solar Technology AG (SMA) hat ihre Geschäftserwartungen für 2025 deutlich gesenkt und damit die Anleger verschreckt. Statt eines positiven EBITDA zwischen 70 und 80 Mio. Euro rechnet der Vorstand nun mit einem Verlust von -80 bis -30 Mio. Euro. Auch beim Umsatz erwartet das Unternehmen mit 1,45 bis 1,5 Mrd. Euro ein leichtes Unterschreiten der bisherigen Prognose von bis zu 1,55 Mrd. Euro.
Die Nachricht löste am Kapitalmarkt einen Kursrutsch aus: Die SMA-Aktie brach am Dienstag um rund 18 Prozent auf etwa 15,85 Euro ein und bildete damit das Schlusslicht im regenerativen Aktienindex RENIXX.
Besonders betroffen ist die Sparte Home & Business Solutions. Dort haben sich die Märkte für Privat- und Gewerbekunden im dritten Quartal weiter abgeschwächt. Infolge dieser Entwicklung fallen erhebliche Einmalbelastungen an, darunter Vorratsabwertungen, Sonderabschreibungen auf Entwicklungsprojekte und Produktionsanlagen sowie Rückstellungen für Restrukturierungen. Der Vorstand beziffert diese einmaligen Aufwendungen auf 170 bis 220 Mio. Euro.
Um die Profitabilität langfristig zu sichern, setzt SMA auf eine Ausweitung der Restrukturierung. Geplant sind die Straffung des Produktportfolios, eine stärkere Nutzung internationaler Standorte und eine effizientere Servicestrategie. Bis Ende 2027 sollen dadurch jährlich mehr als 100 Mio. Euro an Kosten eingespart werden.
© IWR, 2026
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02.09.2025


