Aufgrund hoher Nachfrage: RWE-Handelstochter startet Strom-Tender zum Kauf grüner Stromkontingente
Essen - Der Markt für langfristige Stromlieferverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) für den Bezug von grünem Strom boomt. Laut einer Marktanalyse der Dena hat sich die Zahl der PPA-Abschlüsse in Deutschland allein im vergangenen Jahr 2023 beinahe verdoppelt. Dieser Trend setzt sich 2024 fort.
Diesem steigenden Bedarf sieht sich auch RWE Supply & Trading gegenübergestellt. Die Energiehandelstochter des Essener Energiekonzerns RWE verzeichnet derzeit eine hohe Nachfrage nach kurzfristigen Grünstromlieferverträgen seitens ihrer Unternehmenskunden.
Getrieben wird die Nachfrage vor allem von Großunternehmen, die ihren Strombedarf zunehmend mit nachhaltig erzeugtem Strom decken wollen.
Ein weiterer Treiber ist die Förderrichtlinie zur Strompreiskompensation. Bei der Strompreiskompensation handelt es sich um eine staatliche Beihilfe für einen beschränkten Kreis von Antragsberechtigten. Das sind Unternehmen, für die aufgrund ihrer stromintensiven Produktionsprozesse ein erhebliches Risiko der Verlagerung von CO2-Emissionen besteht. Die Förderrichtlinie zur Strompreiskompensation verlangt seit September 2022, dass Unternehmen sogenannte "ökologische Gegenleistungen" erbringen müssen, um die Kompensation zu erhalten. Eine Möglichkeit, diese Anforderung zu erfüllen, ist der Bezug von Grünstrom durch entsprechende PPA.
Vor dem Hintergrund der steigenden Nachfrage hat RWE Supply & Trading im Juli einen sogenannten „Green Tender“ gestartet, um zusätzliche Grünstrommengen anzukaufen. Die Ausschreibung läuft bis zum 16. August 2024. In diesem Zeitraum möchte RWE bis zu 3 Terawattstunden Ökostrom für die Lieferjahre 2025 und 2026 einwerben. Die Ausschreibung richtet sich vor allem an Betreiber von Wind- und Solarparks, die ihre Anlagen in der „Sonstigen Direktvermarktung“ anbieten möchten, etwa weil sie keine EEG-Vergütung mehr erhalten.
Interessierte Stromerzeuger können sich direkt an RWE wenden, ihre Angebote werden anhand der gelieferten Daten bewertet. Passt der angebotene Preis, kauft RWE die Mengen direkt für Kunden an, die ihre Bedarfe über kurzfristige Lieferverträge abdecken möchten. Die Erzeugungsanlagen der Direktvermarktungskunden ergänzen RWEs Portfolio an Erneuerbaren Energien. RWE vermarktet den Strom aus den unternehmenseigenen Windenergie- und PV-Anlagen vorrangig über langfristige Grünstrom-PPAs.
© IWR, 2026
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