Strompreisrechner.de

Strom-Anbieterwechsel - Haushalte, Gewerbe, Ökostrom & Gas

 

Fotolia 21835445 1280 256

Offshore-Windausbau in Deutschland: Vattenfall installiert erstes Transition Piece für 980-MW-Projekt Nordlicht I

© Deme© Deme

Hamburg – Der Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nordsee schreitet voran. Vattenfall hat nun mit der Installation des ersten Transition Piece für den Windpark Nordlicht I einen weiteren Meilenstein beim Bau seines bislang größten deutschen Offshore-Windprojekts erreicht.

Vattenfall setzt bei seiner Fossilfrei-Strategie auch auf den Offshore-Wind-Ausbau. Projekte entwickelt der Konzern in mehreren europäischen Ländern, etwa in den Niederlanden, Großbritannien und Skandinavien. In Deutschland laufen die Bauarbeiten für den Offshore-Windpark Nordlicht I, der gemeinsam mit dem zweiten Cluster-Teil Nordlicht II zu den größten Offshore-Windvorhaben des Landes zählt.

Erstes Transition Piece für Nordlicht I installiert
Wenige Wochen nach der Installation des ersten Monopiles hat Vattenfall nun auch das erste Transition Piece im Baugebiet rund 85 Kilometer nördlich von Borkum gesetzt. Das Bauteil verbindet den im Meeresboden verankerten Monopile mit der späteren Windenergieanlage und bildet damit eine zentrale Schnittstelle für die technischen Systeme der Anlage. „Mit dem ersten installierten Transition Piece haben wir einen weiteren entscheidenden Schritt beim Aufbau von Nordlicht I erreicht“, sagt Manuel Fischer, EPC Director Nordlicht bei Vattenfall.

Vestas-Flaggschiffturbinen mit 15 Megawatt Nennleistung
Nordlicht I wird eine Gesamtleistung von rund 980 Megawatt aufweisen. Geplant ist die Errichtung von 68 Vestas-Turbinen des Typs V236-15,0 MW – mit 15 Megawatt Nennleistung aktuell das leistungsstärkste Offshore-Turbinenmodell am Markt. Zusammen mit dem Teilprojekt Nordlicht II, das über rund 630 Megawatt verfügen soll, geht Nordlicht I 2028 ans Netz. Mit zusammen 112 Vestas-Turbinen und rund 1.610 Megawatt Gesamtleistung gehört der Cluster zu den größten deutschen Offshore-Windprojekten. Vollständig in Betrieb, soll Nordlicht jährlich rund 6 Terawattstunden Strom liefern und damit zur wachsenden Nachfrage nach verlässlichem, regional erzeugtem und fossilfreiem Strom in Europa beitragen.

Deutscher Offshore-Markt gewinnt an Fahrt
Die Errichtungsarbeiten für Nordlicht I fallen in eine Phase, in der der deutsche Offshore-Ausbau nach einer rund einjährigen Pause ohne Neuinbetriebnahmen wieder anzieht. Zwischen Oktober 2024 und Oktober 2025 ist keine einzige Offshore-Windenergieanlage ans Netz gegangen; erst im November und Dezember 2025 kamen wieder 41 Anlagen mit 518,4 Megawatt hinzu. Im ersten Halbjahr 2026 setzte sich dieser Trend mit 83 weiteren Turbinen und rund 1.062 Megawatt fort, wie Auswertungen des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur durch das IWR zeigen. Auch bundesweit zeigt sich der Trend: Ende Februar 2026 gingen mit drei Windturbinen in den Parks He Dreiht und Borkum Riffgrund 3 die letzten Anlagen ans Netz, mit denen Deutschland erstmals die 10.000-Megawatt-Schwelle bei der installierten Offshore-Leistung überschritt.


© IWR, 2026


04.08.2026

 



Jobs & Karriere - Energiejobs.de
Veranstaltungen - Energiekalender.de

Pressemappen - mit Original-Pressemitteilungen