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Jinko ESS liefert 722-MWh-Großspeicher für Erneuerbaren-Energie-Hub in Indien

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Shanghai / Neu-Delhi – Der chinesische Energiespeicheranbieter Jinko ESS hat die Auslieferung eines Batteriespeichersystems mit einer Kapazität von 722 Megawattstunden (MWh) für einen großskaligen Erneuerbare-Energien-Standort in Indien abgeschlossen. Das Projekt zählt zu den größeren aktuell bekanntgegebenen Speicherinstallationen des Unternehmens und soll die Netzintegration von Wind- und Solarstrom unterstützen.

Für das Projekt wurden insgesamt 144 Flüssigkühl-Speichersysteme des Typs SunTera G2 geliefert. Der Batteriespeicher soll überschüssige Strommengen aus erneuerbaren Energiequellen aufnehmen und zur Netzstabilisierung, Lastverschiebung sowie zur flexibleren Steuerung der Energieeinspeisung beitragen.

722-MWh-Speicher für anspruchsvolle Standortbedingungen ausgelegt
Der Projektstandort stellt nach Unternehmensangaben hohe Anforderungen an die Speichertechnik. Zu den Herausforderungen zählen hohe Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit, starke Staubbelastung sowie lange Transportwege. Der SunTera-G2-Speicher ist für einen Betrieb bei Umgebungstemperaturen von bis zu 55 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 99 Prozent ausgelegt.

Die Flüssigkühltechnologie soll Temperaturunterschiede zwischen den Batteriezellen auf weniger als 2,5 Grad Celsius begrenzen und dadurch die Betriebseffizienz sowie die Lebensdauer der Anlage erhöhen. Ergänzt wird das System durch mehrstufige Sicherheitsfunktionen, Korrosionsschutzmaßnahmen und ein intelligentes Thermomanagement.

Speicher gewinnen für große Erneuerbaren-Projekte an Bedeutung
Mit dem wachsenden Ausbau großer Wind- und Solarparks steigt weltweit der Bedarf an Batteriespeichern, um die schwankende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auszugleichen. Insbesondere in Regionen mit hohen Anteilen erneuerbarer Energien werden Speicher zunehmend als zentrale Infrastruktur für Netzstabilität und Versorgungssicherheit betrachtet.

Jinko ESS verweist in diesem Zusammenhang auf seine integrierte Wertschöpfungskette von Batteriezellen über Systemintegration bis hin zu Betrieb und Wartung. Ergänzend setzt das Unternehmen auf ein KI-gestütztes Energiemanagementsystem (EMS), das Lastprognosen, Anlagenüberwachung und Lade- beziehungsweise Entladestrategien optimieren soll.

Die Speicheraktivitäten gewinnen auch für den Mutterkonzern JinkoSolar zunehmend an Bedeutung. Während das Unternehmen weltweit zu den größten Herstellern von Solarmodulen zählt, baut es sein Geschäft im Bereich stationärer Energiespeicher parallel zum Ausbau der Photovoltaikmärkte kontinuierlich aus.

© IWR, 2026


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