RWE verschiebt Prioritäten: Solar- statt Atomenergie
Engagement in AKW-Projekte in Großbritannien bereits beendet
Im März dieses Jahres hatten RWE und E.ON ihre gemeinsamen Kernkraftwerks-Pläne in Großbritannien zu den Akten gelegt. Aus strategischen Gründen wollten die beiden deutschen Energie-Versorger ihr Engagement in dem Joint Venture "Horizon Nuclear Power" nicht weiter fortführen. Hinsichtlich des Atomausstiegs in Deutschland wollen RWE und E.ON auf Schadensersatz klagen, wobei es um insgesamt 15 Mrd. Euro gehen soll.
Solarenergie bislang Randthema bei RWE
Hinsichtlich der Solarenergie ändert RWE mit seinen neuen Plänen den bisherigen Kurs. Bei der auf erneuerbare Energien spezialisierten Konzern-Gesellschaft RWE Innogy hat die Nutzung der Photovoltaik bislang keine Rolle gespielt. Vielmehr hatte die Regenerativ-Tochter auf Windenergie on- und offshore sowie Bioenergie, Wasserkraft und neuere Technologien wie Meeres- oder Geoenergie gesetzt. Der Ende Juni 2012 aus dem Amt scheidende CEO von RWE Innogy, Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, hatte im Interview des IWR-Monatsreports "Regenerative Energiewirtschaft" im Jahr 2009 erklärt, dass die Photovoltaik in sonnenreichen Regionen ihre Berechtigung habe. Aber in Deutschland seien seiner Meinung nach Wind- und Bioenergie hinsichtlich des Klimaschutzes effektiver.
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