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Aktie klettert: Eon steigert Gewinn 2022 auf 8 Milliarden Euro

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Essen - Der Energieversorger Eon hat im Geschäftsjahr 2022 trotz der Verwerfungen auf den europäischen Energiemärkten eine starke operative Leistung gezeigt und den Gewinn gesteigert. Auch der Ausblick für das Jahr 2023 stimmt optimistisch.

Der Umsatz 2022 kletterte kräftig auf rd. 115,7 Mrd. Euro (2021: 77,4 Mrd. Euro). Das bereinigte Ergebnis auf EBITDA-Basis stieg im Geschäftsjahr 2022 auf 8,1 Mrd. Euro (2021: 7,9 Mrd. Euro) und lag damit um 170 Mio. Euro über dem Gewinn des Vorjahres.

Die Grundlage für dieses Wachstum hat Eon insbesondere im Kerngeschäft mit Energienetzen und Kundenlösungen gelegt. Hier stieg das bereinigte EBITDA von rund 6,3 Mrd. Euro 2021 auf rd. 7 Mrd. Euro in 2022. Dazu trug das Netzgeschäft mit einem Anstieg um rund 470 Mio. Euro auf 5,5 Mrd. Euro den größten Anteil bei.

"Die Dekarbonisierung, die Energiewende und der Ausbau der Infrastruktur müssen massiv beschleunigt werden. Für unser Geschäft mit zuverlässiger Energieinfrastruktur und nachhaltigen Kundenlösungen bedeutet das enormen Rückenwind", so Eon Vorstand Leonhard Birnbaum. "Wir planen daher unser Investitionsprogramm auf insgesamt 33 Milliarden Euro bis 2027 auszuweiten. Allerdings erwarten wir auch von Regulierung und Politik, dass dafür die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden,“ stellte Birnbaum klar.

Der bereinigte Konzernüberschuss lag 2022 bei 2,7 Mrd. Euro und damit rund 220 Mio. Euro über dem Vorjahreswert und oberhalb der Prognose von 2,3 bis 2,5 Mrd. Euro. Die wirtschaftliche Nettoverschuldung ging im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 deutlich um mehr als 6 Mrd. Euro auf 32,7 Mrd. Euro zurück. Die Verbesserung der wirtschaftlichen Nettoverschuldung ist hauptsächlich auf den starken operativen Cashflow sowie auf den zinsgetriebenen Rückgang der Pensionsrückstellungen zurückzuführen, so Eon.

Die verbesserte Finanzstruktur erlaubt es dem Konzern, die Investitionspläne für die kommenden Jahre auszuweiten. Bis 2027 plant das Unternehmen die Investitionen um rund 6 Mrd. Euro bzw. mehr als 20 Prozent auf insgesamt 33 Mrd. Euro zu erhöhen. Der größte Teil der zusätzlichen Investitionen, etwa 4 Mrd. Euro, soll in die Energienetze fließen.

Für 2023 erwartet Eon trotz des Wegfalls der Kernenergie-Beiträge ein bereinigtes Konzern-EBITDA von 7,8 bis 8,0 Mrd. Euro. Für den bereinigten Konzernüberschuss geht Eon für 2023 von einer Spanne von 2,3 bis 2,5 Mrd. Euro aus, was einem Ergebnis je Aktie von 88 bis 96 Cent entspricht.

Zudem wurde der Dividendenvorschlag für 2022 von 51 Cent pro Aktie und das Ziel bestätigt, die Dividende bis 2027 jährlich um bis zu 5 Prozent zu erhöhen.

Die Eon-Aktie gewinnt nach Vorlage der Zahlen, aktueller Kurs bei rd. 10,80 Euro.

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16.03.2023