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Januar bis April 2021: Windmarkt in Deutschland ohne Dynamik, Solarmarkt zieht an

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Münster - Nach dem Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichtes will die Bundesregierung schon in der nächsten Woche einen novellierten Entwurf des Klimaschutzgesetzes ins Kabinett bringen. Derweil klafft die Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit beim EE-Ausbau gerade bei der Windenergie immer weiter auseinander.

Der Ausbau der Windenergie in Deutschland bewegt sich in den ersten vier Monaten des Jahres 2021 weiter auf niedrigem Niveau. Bei der Windenergie an Land fallen die Zubauzahlen von Januar bis April zwar etwas besser aus als im Vorjahr, gleichzeitig nimmt aber auch der Rückbau zu, zudem besteht die Ausbaulücke im Offshore-Sektor weiter. Der Ausbau der Solarenergie bewegt sich von Januar bis April 2021 über dem Vorjahresniveau, der Anlagenrückbau fällt hier noch nicht ins Gewicht. Das zeigt die IWR-Auswertung des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur (BNetzA) (Stand: 06.05.2021).

Windenergieausbau von Januar bis April verharrt auf niedrigem Niveau
Nach dem schwachen Vorjahr 2020 kommt der deutsche Windenergiemarkt auch 2021 in den ersten vier Monaten des Jahres nicht in Schwung. In Summe wurden von Januar bis April in Deutschland Windenergieanlagen (WEA) mit einer Gesamtleistung von 690 Megawatt (MW) neu in Betrieb genommen. Gegenüber dem schwachen Vorjahr ist das zwar ein Leistungsplus von 18 Prozent (Jan - Apr 2020: 585 MW), insgesamt verharrt der Windenergiemarkt damit aber weiter auf sehr niedrigem Niveau. Zu berücksichtigen ist, dass die Zahlen lediglich die Neuinbetriebnahmen im Bereich Onshore-Windenergie widerspiegeln, da die für die Energiewende ebenfalls dringend benötigte Offshore-Windenergie aufgrund der aktuellen Ausbaulücke brach liegt und derzeit nicht zum Ausbau der Windenergie beiträgt.

Netto ergibt sich unter Einbeziehung des Anlagenrückbaus, der in den ersten vier Monaten um 47 Prozent auf 74 MW gestiegen ist (Jan-Apr 2020: 50 MW), nur eine zusätzliche Netto-Windenergie-Leistung von 616 MW, was gegenüber dem Vorjahr auf niedrigem Gesamtmarkniveau einem Plus von 15 Prozent entspricht (Jan - Apr 2020: 534 MW).

Die regionale Differenzierung nach Bundesländern zeigt, dass Niedersachsen (151 MW) Führend bei den Neuinbetriebnahmen ist, vor Schleswig-Holstein (141 MW), Brandenburg (108 MW), Nordrhein-Westfalen (97 MW) und Baden-Württemberg (60 MW)

PV-Ausbau legt um 20 Prozent zu
Besser als im Windenergie-Sektor sieht es bei der Photovoltaik aus. Auf diesem Sektor wurden nach den Daten des Marktstammdatenregisters der BNetzA von Januar bis April 2021 Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 1.978 MW neu in Betrieb genommen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 22 Prozent (Jan-Apr 20: 1.623 MW). Da ein Rückbau bei der Photovoltaik mit 1,3 MW in den ersten 4 Monaten des Jahres kaum ins Gewicht fällt, entsprechen die Neuinbetriebnahmen quasi dem Nettobzubau.

In der regionalen Differenzierung nach Bundesländern führt Bayern (422 MW) im Ranking deutlich vor Baden-Württemberg (221 MW). Auf Rang drei folgt NRW (213 MW), vor Niedersachsen (190 MW) und Brandenburg (177 MW).

Über die Solar- und Windenergie-Daten des BNetzA-Marktstammdatenregisters
Die IWR-Auswertung von Daten des BNetzA-Marktstammdatenregisters mit Stand vom 06.05.2021 stellt eine Momentaufnahme dar. Kriterium ist das Datum der Inbetriebnahme. Betrachtet wird die Bruttoleistung der Anlagen. Statistische Änderungen (auch rückwirkend) sind wegen einzelner Nachmeldungen von Anlagen oder Korrekturen zum Anlagenregister durch die BNetzA jederzeit möglich. Diese Unschärfen führen allerdings nicht zu Änderungen an den Trendaussagen. Aufgrund methodischer Unterschiede ist ein direkter Vergleich der IWR-Auswertung mit der monatlich durch die BNetzA vorgenommenen Auswertung der EEG-Zubauwerte nicht möglich.


© IWR, 2021


07.05.2021

 



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