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NKT Cables erhält Rekord-Auftrag für Offshore-Kabelsystem

© NKT Cables© NKT Cables

Brøndby, Dänemark / Papendrecht, Niederlande – Ein Konsortium der Unternehmen NKT Cables und Boskalis hat den bislang größten Auftrag für ein AC Offshore-Hochspannungs-Exportkabel erhalten. Das Kabelsystem wird zwei deutsche Offshore-Windparks in der Ostsee mit dem Festland verbinden.

NKT Cables wird für das Offshore-Kabelsystem Ostwind 2 in der Ostsee fast 300 km Kabel liefern. Baubeginn für das Großprojekt ist 2019, die Fertigstellung ist für Ende 2022 geplant.

270 km Offshore-Kabel und 8 km Onshore-Kabel
Der Kabelhersteller NKT Cables aus Dänemark und das auf die Durchführung von Offshore-Installationsarbeiten spezialisierte Unternehmen Boskalis aus den Niederlanden haben im Rahmen eines Firmenkonsortiums den bislang größten Auftrag für ein AC Offshore-Hochspannungs-Exportkabel-System erhalten. Der Vertrag umfasst die Lieferung von rd. 270 km Exportkabel der 220 kV-Ebene und 8 km Hochspannungs-Onshore-Kabel der 220 kV-Ebene für das Offshore-Kabelsystem Ostwind 2. Über Ostwind 2 werden die geplanten Offshore-Windparks Arcadis Ost 1 und Baltic Eagle in der Ostsee an das landseitige Umspannwerk in Lubmin angebunden.

Das von NKT für Ostwind 2 zu liefernde Kabelsystem besteht aus drei Losen. Das Projekt soll 2019 beginnen, die Fertigstellung ist für Ende 2022 geplant. Mit der Produktion der Kabel soll Anfang 2020 begonnen werden. Produziert wird sowohl im schwedischen NKT-Werk in Karlskrona und in Deutschland am Kölner NKT-Standort. NKT beziffert den Auftragswert für das Kabelsystem mit 300 Millionen Euro, die Verlege- und Installationsarbeiten durch Boskalis belaufen sich nach Angaben des Unternehmens auf 250 Mio. Euro.

Er freue sich, dass NKT mit dem Projekt Ostwind 2 die bisher größte Bestellung von AC-Hochspannungs-Exportkabeln verzeichnen könne. Dieser Auftrag sei eine Anerkennung des langjährigen Kunden 50Hertz für die NKT-Technologie und das Firmen-Know-how in komplexen Hochspannungs-Offshore-Projekten, so NKT Interim CEO Roland M. Andersen.

Zum Stand der Projekte Arcadis Ost 1 und Baltic Eagle
Die beiden Windparks Arcadis Ost 1 und Baltic Eagle, die über das Offshore-Kabelsystem Ostwind 2 ans Festland angebunden werden sollen, befinden sich derzeit noch im Planungsstadium bzw. einer frühen Bauphase.

Der Standort von Arcadis Ost 1 liegt etwa 19 km nordöstlich vom Kap Arkona (Insel Rügen) am Rande der 12-Seemeilen-Zone. Ursprünglich waren bis zu 58 Offshore-Windenergieanlagen vom Typ GE Haliade 150 mit einer Leistung von 6 MW vorgesehen. Die Leistung des Offshore Windparks Arcadis wurde jedoch 247 MW reduziert (vorher 348 MW). Voraussichtlich wird jetzt eine andere Offshore Windturbine zum Einsatz kommen.

Der Standort von Balitc Eagle befindet sich etwa 30 km vor Rügen. Im September 2018 hat Projekteigentümer Iberdrola mit den Baugrunduntersuchungen für das Projekt mit einer geplanten Gesamtleistung von 476 MW begonnen. Die Offshore-Untersuchungen werden nach Angaben des spanischen Energieversorgers bis März 2019 dauern, der endgültige Ergebnisbericht soll Ende Juni 2019 vorliegen. Baltic Eagle soll 2023 in Betrieb genommen werden.

© IWR, 2018


28.11.2018

 




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